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Wie sieht es eigentlich mit der E-Mobilität bei Öffis in Tirol aus?

E-Busse sind bereits in einigen Tiroler Gemeinden unterwegs. Die Dekarbonisierung des ÖPNV in Tirol geht voran - Zeit für ein Update.

VVT-E-Flotte-Busse-Serfaus-Fiss-Ladis

Optisch sind die E-Busse des VVT nur an dem grauen Pfeil zu erkennen, der seitlich am Bus angebracht ist.

Als Mobilitätsdienstleister treibt der VVT die Mobilitätswende voran: Neben Bus und Bahn zählen da auch innovativen Angebote wie das On-Demand-Shuttle Regioflink, Radboxen und Bikesharing dazu. Aber auch die Öffis an sich müssen nachhaltiger werden. Die Dekarbonisierung der Regiobusse schreitet in den letzten Jahren stetig voran.  

Wachsende E-Flotte 

Rund 50 E-Busse sind im Auftrag des VVT derzeit bereits auf Tirols Straßen unterwegs. Ein großer Teil davon sind die vollelektrischen Busse der 500er-Linien, die in Innsbruck und Umgebung unterwegs sind. Am Seefelder Plateau verbinden 13 E-Busse die Gemeinden Seefeld, Reith, Leutasch und Telfs. In Serfaus-Fiss-Ladis verkehren 3 E-Busse auf den Linien 221 und 220. Der Kitzbüheler Ortsverkehr fährt seit dem Frühling als reine E-Flotte. Demnächst werden auch die Ortsverkehre in Thaur und Rum auf emissionsfreie Busse umgestellt. Auch die Tiroler Verkehrsunternehmen treiben die E-Mobilität aktiv voran: im Zillertal und in Sölden sind E-Busse unterwegs, die die Unternehmen selbst angeschafft haben.

Win-Win für Umwelt und Menschen 

Wird ein 12m-Dieselbuss mit einem 12m-Elektrobus ersetzt, können die Co2-Emissionen um rund 82 Prozent reduziert werden, wenn ausschließlich erneuerbare Energie genutzt wird (Quelle: Studie Umweltbundesamt). Von der Dekarbonisierung profitiert aber nicht nur die Umwelt. E-Busse haben nicht nur eine viel geringere Feinstaubbelastung, sondern sind auch leiser: bei Tempo 30 sind sie nur halb so laut wie Dieselbusse. Gerade im Ortsverkehr bringen E-Busse viele Vorteile – vor allem für Anrainer. 

Lokale Partnerschaften 

Bei der Planung und Errichtung der benötigten Ladeinfrastruktur arbeitet der VVT eng mit den Verkehrsunternehmen und lokalen Partnern wie der Tinext zusammen. So kann ein stabiler Strompreis gesichert werden. Vergleicht man die Kosten pro Kilometer sind Busse mit emissionsfreiem Antrieb günstiger als fossile Antrieben. 

Was bringt die Zukunft? 

In Tirol sollen bis 2040 alle 675 Regiobusse auf emissionsfreie Antriebe umgestellt werden. Schritt für Schritt sollen fossile Antriebe durch elektrische Antriebe ersetzt werden. Gemäß der European Clean Vehicles Directive liegt der Schwerpunkt bei der Umstellung zunächst auf den Ortsverkehren. Gleichzeitig werden erste Erfahrungen mit E-Bussen im alpinen Gelände gesammelt, um für weitere Umstellungen vorbereitet zu sein. Vor jeder Ausschreibung wird genau geprüft, wo E-Busse technisch sinnvoll und möglichst wirtschaftlich eingesetzt werden können. Der Wandel erfolgt nicht von heute auf morgen, sondern Schritt für Schritt: Linie für Linie, Region für Region.